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Ein Tag im Leben des Festsaals

 

Gestatten? Ich bin der Festsaal, der historische. Und ich hab mich extra frisch saniert, für Sie. Und zwar natürlich so, dass man mir mein Alter, auf das ich sehr stolz bin, noch ansieht. Aber ich bin jetzt frisch und wunderbar neu herausgeputzt. Und damit das auch so bleibt, dafür sorgen Ernst Iten und Salvatore Peluso vom Hausdienst. Jeden Morgen pützeln sie mich so richtig von neuem raus. Heute hatten sie es übrigens etwas schwieriger, weil geschlafen habe ich wenig. Ja, das Firmenjubiläum das hier stattgefunden hat, gestern. Da tut es gut, dass Betriebsleiterin Manda Litscher mir diesmal das Guten Morgen leise geflüstert hat. Jedenfalls bin ich jetzt aber wach. Und lausche gerade wie Prisca Elsener vom Saalmanagement mit Manda über das Bankettmobiliar diskutiert. Ob sie schon wissen, dass draussen bereits ein junges Pärchen steht, das sich für ihr Hochzeitsessen in meinem Jugendstilflair verguckt hat? Prisca hat mir deren Mail vorgelesen, Wahnsinn. Auch wenn ich mich nach ihren Schwärmereien ein ganz klein wenig auf meinen gigantischen Kronleuchter reduziert gefühlt habe. Salvatore fand das natürlich toll. Aber der hat ja auch nach der Sanierung jeden einzelnen der über 8000 Steine von Hand poliert.

 

Jedenfalls: Um Prisca auf das Pärchen aufmerksam zu machen, öffne ich langsam meine Tür. Was gar nicht nötig ist, denn in diesem Moment tritt Technikchef André Stocker schwungvoll mit seinem Team auf den Plan – und bringt die beiden in meine Gute Stube. Dazu erzählt er, wie sie die Tische und Stühle in allen erdenklichen Varianten anordnen können und sie die Beleuchtung und den Ton solange einrichten, bis jeder Event bühnenreif ist. Ah, apropos Bühne: Nachher kommt mein absoluter Lieblingsmoment am Tag. Die Künstler für den heutigen Abend kommen für den Soundcheck. Von denen habe ich noch keinen einzigen verpasst. Ich geniesse sie jeweils derart, dass ich die Melodien amigs noch vor mich hinsumme, während das Garderobenpersonal bereits die ersten eintreffenden Gäste bedient. Die von der Garderobe mag ich übrigens sehr, weil die bleiben wie ich ja immer bis ganz am Schluss. Etwas, was die Mitarbeiterinnen vom Kartenverkauf nicht müssen, dafür haben sie immer – bevor es losgeht – den mega Superstress. Und lachen irgendwie trotzdem dazu.

 

Aber eigentlich wollte ich etwas ganz Anderes erzählen: Ich freue mich nämlich riesig auf morgen. Dann findet hier eine internationale GV statt, mit Liveschaltung ins International Headquarter. Jawohl. Morgen, da kann ich mich in London zeigen!

 

 

 

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