Kaspy N’dia
Kaspy N’dia (geboren 1983) schloss 2010 seinen Musikstudiengang am Institut National des Arts in Kinshasa ab. Bis 2012 arbeitete er mit der Orangisation Croisade Nationale Drépanocytose (CND) zusammen, um Sichtbarkeit für die Sichelzellkrankheit zu generieren und sie zu bekämpfen.
N’dia forscht zurzeit am Centre d’Etudes et de Recherches sur les Valeurs Africaines (CERVA/RDC) und ist ein Coach im Programm L'Oeuvre de Suivi, d'Encadrement et de Protection des Enfants de la Rue (OSEPER), wo er sich dem Monitoring, Mentoring und dem Schutz von Strassenkindern widmet.
2013 trat er im Stück A Season in the Congo von Aimé Césaire auf, bei dem Joe Wright Regie führte und Sidi Larbi Cherkaoui als Co-Regisseur fungierte. Mit letzterem arbeitete er auch im Rahmen von 生长genesis zusammen. Für verschiedene Stücke komponierte er zudem Musik, mit der er in der Folge live auftrat. Darunter Fractus V und 4D+ von Sidi Larbi Cherkaoui, Stoic, eine Zusammenarbeit mit der GötebogsOperans Danskompani, und Nomad.
In jüngster Vergangenheit kreierte N'dia Spiegel, ein intimes und multidisziplinäres Theaterstück über Identität und Selbstbild in einer superdiversen Gesellschaft, bei dem er zum ersten Mal selbst Regie führte. Gemeinsam mit sieben Künstler*innen aus der Musik- und Tanzwelt ging er der Frage nach, wie man sich selbst durch die Augen anderer sieht. 350 von N'dia erstellte Porträts treffen während der Performance auf Musik, Tanz und Lyrik und erzeugen so eine zutiefst persönliche wie kollektive Erzählung. Spiegel wurde am Arenberg Theatre in Antwerpen aufgeführt und bedeutet einen grossen Meilenstein in N'dias künstlerischer und persönlicher Entwicklung.